11.1
Die Cluster-Methode

Cluster bedeutet (Ideen-)Haufen. Diese Technik lässt deiner Phantasie und deinen Assoziationen freien Lauf. Sie hilft dir, in kreativer Weise Ideen zusammenzutragen und einen Handlungsverlauf herauszufinden.

So machst du einen Cluster:

  • Nimm ein Blatt (A4 oder größer), lege es quer vor dich hin. Schreibe in der Mitte groß das Thema oder das Schlüsselwort, um das es geht (z. B. «Heimweh», «Diskriminierung», «Dinosaurier»). Kreise dieses Wort oder diese Wörter ein.
  • Schreibe nun um dieses Wort herum in Stichworten alles auf, was dir einfällt (alle deine Assoziationen, Ideen, Gedanken). Kreise die neuen Wörter ebenfalls ein und verbinde sie mit dem Schlüsselwort in der Mitte.
  • Um jedes eingekreiste Wort herum kannst du wieder Wörter schreiben und einkreisen. So entsteht am Schluss ein ganzes Netz von Ideen und Assoziationen.

Und so geht es weiter – vom Cluster zum Text:

  • Betrachte deinen Cluster in aller Ruhe.
  • Überlege dann, welche eingekreisten Begriffe so zusammenhängen, dass daraus ein Text (Aufsatz, Bericht, Vortrag) werden könnte. Fahre mit einer anderen Farbe diesen Verbindungen oder Gedankengängen nach. Vielleicht brauchst du auch mehrere Farben für verschiedene Teile. Vielleicht musst du auch noch neue Kreise oder Verbindungen dazuschreiben.
  • Mach das so lange, bis du einigermaßen klar siehst, wie dein Text aufgebaut sein könnte. Setze Nummern für die Reihenfolge der Gedanken, wenn dir das hilft.
  • Beginne nun mit dem Aufschreiben. Viel Erfolg!

11.2
Die Mind-Map-Methode

Mind-Map bedeutet Gedanken-Landkarte. Diese Technik eignet sich vor allem, wenn du einen sachbezogenen Text oder Vortrag verfassen solltest, bei dem die Struktur und der Aufbau von Anfang an wichtig sind.

So machst du eineMind-Map:

  • Nimm ein Blatt (A4 oder größer), lege es quer vor dich hin. Schreibe in der Mitte groß das Thema oder das Schlüsselwort, um das es geht (z. B. «Atomenergie ja oder nein», «Geschichte von Serbien»). Kreise dieses Wort oder diese Wörter ein.
  • Zeichne von diesem Schlüsselwort aus ein paar Hauptäste (dicke Linien) für die wichtigsten Teilgebiete oder -aspekte deines Themas. Schreibe die Hauptäste an. (Bei Atomenergie z. B.: Risiken / Nutzen / Vergleich mit anderen Energien.)
  • Von den Hauptästen aus können sich Nebenäste verzweigen.
  • Auch die Nebenäste können sich noch weiter verzweigen.

Und so geht es weiter:

  • Betrachte deine Mind-Map in aller Ruhe, überlege dir, ob nichts Wichtiges fehlt. Die Mind-Map ist dann fertig und gelungen, wenn sie dir wie eine Landkarte einen Überblick über dein Thema gibt.
  • Je nach Verwendung lohnt es sich, die Mind-Map noch weiter zu bearbeiten (z. B. wenn du sie als Vorbereitung für einen Text oder Vortrag angefertigt hast):
    • Verwende verschiedene Farben und Pfeile, um Dinge zu markieren, die zusammengehören.
    • Nummeriere die Haupt- und Nebenäste so, wie du sie nachher beschreiben willst.
    • Verwende eventuell Symbole; z. B., um Dinge zu markieren, die du im Vortrag mit Bildern illustrieren willst.
  • Mach dich dann an die nächsten Schritte deiner Arbeit.

11.3
Die Zettelchen-Methode

Schneide etwa 20 kleine Zettelchen, lege sie vor dich hin. Schließe die Augen und warte, bis dir irgendein Gedanke zu deinem Thema einfällt. Schreibe ihn auf ein Zettelchen. Jede Idee kommt auf ein eigenes Zettelchen. Vielleicht musst du etwas warten oder im Zimmer herumgehen, bis dir genug Ideen eingefallen sind. Wenn du 10–15 Zettelchen hast, schaust du, was zusammenpassen und einen Text ergeben könnte. Verschiebe die Zettel so lange und ergänze sie durch weitere Zettel, bis du dir den Text ungefähr vorstellen kannst!


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